Burgenland – Nie weit bis Ungarn

Burgenland – Nie weit bis Ungarn

Auch ohne hohe Berge lohnt der Aufenthalt in Österreichs östlichem Landesteil. Kulturell und sportlich wird Ferienhaus-Urlaubern einiges geboten. Interessant wird die Region auch durch die Nähe zu Kroatien und Ungarn – das kann man sogar schmecken!

Irgendwie ist das Burgenland so gar nicht typisch Österreich: kaum Jodler, wenig Alpencharme und überhaupt: wo sind die hohen Berge? Die sind ausnahmsweise gar nicht nötig, denn das Burgenland bietet erfrischende Abwechslung. Eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus in Österreich können auch im flacheren Land einiges für den Urlauber zu bieten haben – nicht zuletzt wegen 300 Sonnentagen im Jahr und der größten Seefläche.

Das Burgenland ist das östlichste und gemessen an seiner Einwohnerzahl kleinste Bundesland Österreichs. Das Gebiet gehörte einst zum Königreich Ungarn und die unmittelbare Nähe zu seinen östlichen Nachbarn macht einen Großteil des besonderen Charmes dieser Ferienregion aus. Verschiedenste Volksgruppen leben auf einem Fleck vereint und in manchen Orten entdeckt man sogar Ortstafeln mit zweisprachigen Aufschriften – in Deutsch und Kroatisch oder in Deutsch und Ungarisch.

Ähnliches macht sich auch in der Küche des Burgenlandes bemerkbar: durch die Nähe zu Ungarn orientiert sich die Küche sehr stark am Nachbarn. Dies lässt sich auf besonders angenehme Art und Weise in einer der zahlreichen Buschenschanken der Region erleben.

Und wenn man schonmal in einem solchen gemütlichen Lokal sitzt, sollte direkt einer der ausgezeichneten regionalen Weine dazu bestellt werden. Das Burgenland ist nämlich aufgrund seines sonnigen Klimas eines der wichtigsten Weinbaugebiete Österreichs. Die wärmespeichernde Wirkung des Neusiedler Sees sorgt regelmäßig für einen milden Herbst und in Verbindung mit den 300 Sonnentagen im Jahr bietet das Wetter beste Voraussetzungen für einen hochwertigen Tropfen.

Seefestspiele am Meer der Wiener

 in Burgenland - Nie weit bis Ungarn

Die Seefestspiele - Foto: lichtstark.com

Der Neusiedler See wurde in der Vergangenheit aufgrund seiner Nähe zum Ballungsraum Wien vorrangig von Wienern besucht und darum auch als Meer der Wiener bezeichnet.

Ein Teil des Sees gehört zu Österreich und ein anderer bereits zu Ungarn. Die Seebäder am Ufer des Neusiedler Sees sind im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und das Radwegenetz der Region ist eines der am besten ausgebauten Österreichs. Im Sommer schippern Fähren gemütlich von einem Ende zum anderen und wegen des relativ starken Windes tummeln sich zahlreiche Segler und Windsurfer auf dem See.

Kultureller Höhepunkt jedes Sommers sind die Seefestspiele Mörbisch am Ufer des Neusiedler Sees. Fast eine viertel Million Besucher verfolgen jeden Juli und August die jährlich wechselnden Operettenaufführungen. Die Kulisse ist geprägt von einem imposanten Bühnenbild, welches stimmungsvoll in das Panorama des Sees eingebunden wird. Die Aufführungen finden komplett unter freiem Himmel statt, was sie zu einem unvergesslichen Erlebnis für Kulturinteressierte macht.

Wenn die „Freiluft-Saison“ vorbei ist und in Mörbisch bereits die Seefestspiele für den kommenden Sommer vorbereitet werden, friert der Neusiedler See langsam zu. Hierüber freuen sich insbesondere die zahlreichen Eis- und Skilangläufer, welche in den Wintermonaten regelmäßig die Seefläche für ihren Sport nutzen.

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